Rückblick 2015

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26. April

 

Altlandsberger Sattelfest

 

Radlerrast zum Altlandsberger Sattelfest - vom Auftakt zu den öffentlichen Veranstaltungen im Jahreskreis des Fördervereins kündeten auch diesmal die wie an einer Perlenschnur aufgefädelten Reihen von Fahrradbegeisterten, die auf ihrem Weg zum Ziel, dem Markt in Altlandsberg, eine fast schon lieb gewordene, kleine Rast in Wegendorfs Mitte  einlegten. Die Kirche stand auch diesmal nach der abgeschlossenen Teilsanierung im vergangenen Jahr im Mittelpunkt des Interesses der annähernd 70 Besucher. Eine kleine Führung durch den 800 Jahre alten Feldsteinbau stillte den Wissensdurst so mancher Gäste. So einladend wie das Wetter war auch das Ambiente vor und im Küsterhaus. Blumengeschmückte Tische, Erholung versprechende Bänke, Kaffee sowie Kuchen in vielfältigen Variationen, selbstgemachtes Schmalz auf kräftigem Landbrot … mehr bedurfte es nicht, um mit neuer Energie die letzten Kilometer zu nehmen.

 

Wir sehen uns wieder in einem Jahr, gerne auch früher!

 

 

01.- 03. Mai

 

 

 

Ein Rückblick auf unseren Pilgerweg.

In Versform von Torsten Peper

In drei Tagen

von Bad Wilsnack nach Tangermünde

 

 

Langes Wochenende, erster bis dritter Mai,

es bot sich an, wir hatten frei.

Elf Freunde waren zusammen gekommen,

drei Tage pilgern hatten wir uns vorgenommen!

 

Nach Bad Wilsnack mit der Bahn,

dort fing unsere Wanderung an.

In der Wunderblutkirche wurden wir erwartet,

nach einer tollen Führung sind wir dann gestartet.

 

Die Vorfreude war riesengroß,

Frohen Mutes zogen wir los.

Das Gehen fiel uns da noch leicht,

so haben wir die Havel bald erreicht.

 

Nicht nur Havelmündung und Elbauen,

die Natur bot einiges zum Staunen und Schauen.

Von weitem konnte man Wildgänse hören,

auch der Storch ließ sich nicht stören.

 

Havelberg war unser erstes Ziel,

die Stadt uns so ganz gut gefiel.

„Doch ihr wart der einzige Ort, Stadträte, Verehrte,

in dem man uns Zugang zu Kirche verwehrte!“

 

Wir wanderten durch viele Orte,

es öffnete sich so manche Pforte.

In vielen offenen Kirchen wurden wir empfangen,

ehrfürchtig sind  wir hinein gegangen.

 

Wir haben so manchen Turm erklommen,

haben viele Eindrücke mitgenommen.

Schon Theodor Fontane stellte klar:

„Kirchen stellen sich als Träger unserer Geschichte dar.“

 

So haben wir Geschichte erfahren,

auf den Spuren der Pilger, die vor uns da waren.

Wir ließen uns durch Kirchen und die Vergangenheit führen,

aber auch von der Gegenwart inspirieren.

 

*****

 

Wir trafen Menschen am Wegesrand,

von denen Jeder seinen eigenen Weg fand.

So lässt sich hier berichten,

von Menschen mit interessanten Geschichten.

 

Da war die Frau, die uns durch die Wilsnacker Kirche führte,

der unser aller Dank gebührte.

Die Führung war toll und sehr interessant,

viele Dinge waren uns so nicht bekannt.

 

Der Herbergsvater in Havelberg, oder wie soll ich ihn nennen,

sollte eigentlich seine eigenen Preise kennen.

Das Quartier war bunt aber sauber, das kann man sagen,

doch vielleicht sollte er den Christian Rach mal fragen.

 

Da war der Herr mit dem Sektglas in der Hand,

der unterwegs plötzlich vor uns stand.

Er hat mit seiner Frau und Tochter Picknick gemacht

und an das Kriegsende vor siebzig Jahren gedacht.

 

In der Kirche von Sandau trafen wir einen Mann,

klein, drahtig, der Bäume versetzen kann.

Mit Begeisterung und Herzblut ist er für seine Kirche da.

Auch diese Begegnung war wunderbar.

 

Die Wirtin vom Reiterhof zog uns in ihren Bann,

ihre dreiundachtzig Jahre sah man ihr nicht an.

Mit welcher Hingabe und Vitalität,

sie nach wie vor in ihrer Küche steht.

 

Der Umgang mit uns Gästen hat ihr Freude gemacht,

das hat sie lächelnd rüber gebracht.

Sie hat das Herz am rechten Fleck getragen.

Wir möchten noch mal Danke sagen!

 

Der Bürgermeister, den sein Amt sichtlich Freude brachte,

uns Lust auf den weiteren Wanderweg machte,

der sich auch als Pizzabote nicht zu schade war,

brachte uns seine schöne Heimat durch Geschichten nah.

 

Ein einsamer Radler, der viel erzählte,

und uns ehrlich gesagt, damit irgendwann quälte,

redete viel und stellte auch Fragen,

aber er hatte nicht wirklich viel zu sagen.

 

Dann war da noch der Fährmann, ein grimmiger Geselle,

der war mit der Fähre pünktlich zur Stelle.

So kamen wir über die Elbe und blieben trocken,

ein „kleiner Feigling“ konnte ihm noch ein Lächeln entlocken.

 

*****

 

In Arneburg hat man eine Aussichtsplattform gebaut,

von der haben auch wir begeistert auf die Elbe geschaut.

Vom Gut Käcklitz, welches schon lange verschwunden,

haben wir nur noch eine Kirchenruine gefunden.

 

So könnte ich immer weiter berichten,

drei tolle Tage und viele Geschichten.

Es gab noch viel am Weg zu sehen,

es lohnt sich wirklich gemeinsam zu gehen!

 

So kamen wir müde und erschöpft in Tangermünde an,

eine tolle Stadt, wie ich ehrlich sagen kann.

„Müde Füße, leichte Seele“, stand irgendwo zu lesen.

Stimmt, so war es auch bei uns gewesen!

 

 

24. Mai

 

7. Nacht der Offenen Kirchen in Wegendorf

 

Bei schönstem Wetter konnten die Gäste nach der Eröffnung Kaffee und Kuchen unter dem eigens dafür aufgestellten Zelt genießen.

Viele Interessierte hatten im Laufe des Nachmittags die Möglichkeit, an einer Kirchenführung teilzunehmen. Enrico Konkel gab Einblicke über den Ursprung der Kirche und die Veränderungen, die die Kirche im Laufe der Zeit erlebt hat. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der Sanierung der Kirche, die im letzten Jahr abgeschlossen werden konnte.

Zum Abend hin konnten sich alle Besucher bei Grillwurst und Altlandsberger Bier stärken, um dann einen Höhepunkt des Festes zu genießen.

Zu erleben gab es ein Konzert mit südamerikanischem Jazz, gespielt und gesungen von einem Trio aus Berlin.

Kontrabass, Tenorsaxofon und Gesang zauberten ungewöhnliche Klänge in die nahezu voll besetzte Wegendorfer Kirche und zogen das Publikum in ihren Bann.

Zum Ausklang des Tages fanden sich einige Gemeindemitglieder zu einer Andacht in der Kirche ein. Gehalten wurde diese von Pfarrer Menard, der Geburtstag hatte und noch mit einem Ständchen überrascht werden konnte.

Ein schöner Tag ging zu Ende, der nur durch die Mithilfe aller fleißigen Helfer zu dem werden konnte was er war: ein gelungener Tag!

(cbp)

 

04. Juli

 

7. Sommerfest des Fördervereins

 

Gospelklänge und eine Koschermaschine

in der kühlen Kirche

 

Die Höhepunkte des diesjährigen, bereits 7. Sommerfestes, konnten die Besucher bei 35° C Außentemperatur in unserer wunderschönen und kühlen Kirche genießen.

Ein Gospelchor aus Frankfurt Oder, die „Heavenly Voices“, hier war der Name Programm, steckten die Besucher mit ihrer offensichtlichen Freude an der Musik an und zogen die zahlreichen Besucher mit ihrem kraftvollen Gesang in ihren Bann. Ein gemeinsam mit den Zuhörern gesungener Kanon krönte das abendliche Konzert.

Begonnen hatte das Fest mit einem Gottesdienst, in dem Pfarrer Menard sich beim ausscheidenden Fördervereinsvorstand, Enrico Konkel, für seine engagierte Arbeit bedankte. Er hob noch einmal hervor, mit wie viel Einsatz die nun bereits abgeschlossene Kirchensanierung unter dessen Vorsitz vorbereitet und begleitet wurde.

Schatten spendeten an diesem heißen Tag nicht nur die Bäume an der Kirche, sondern auch das gemütliche neue Sternenzelt, unter dem die Kaffeegäste den hausgebackenen Kuchen genießen konnten. An dieser Stelle einen herzlichen Dank allen freiwilligen Kuchenbäckern.

Babett, das Schwein, und Max, der Lachs, halfen dann im jüdischen Puppentheater „Bubales“, ein großes Schlamassel um koscheres Essen aufzuklären. Warum gibt es blaues und rotes Geschirr in einer jüdischen Küche und wann ist Essen koscher?

In dem Stück „die Koschermaschine“, gespielt von Shlomit Tulgan,erfuhren nicht nur die kleinen Gäste viel über Traditionen und Gebräuche des jüdischen Glaubens.

Applaus erhielt auch der Wegendorfer Chor „die Verwegenen“ für ihr sommerliches Programm, bei dem die Besucher gern mitgesungen haben.

All das und die traditionelle Kirchenführung für Interessierte machte Appetit auf Bratwurst vom Grill und Durst auf Altlandsberger Bier, bei dem der Tag erst nach Mitternacht ausklang.

(cbp)

 

05. September

 

Rückblick auf das Vogelscheuchenfest

 

Um die alte, neue  Tradition aufrechtzuerhalten, gab es auch in diesem Jahr einen Wegendorfer Hof auf dem Vogelscheuchenfest in Altlandsberg.

Wie im letzten Jahr durften wir den Hof von Familie Burau in der Berliner Straße nutzen, um unser Dorf vorzustellen.

Und was durfte zu allererst nicht fehlen? Die Scheuche ...

Nachdem wir im letzten Jahr einen Herrn mit allen Dingen der verschiedenen Vereine ausgestattet hatten, sollte es in diesem Jahr nun eine Dame werden.

Also machten wir uns mit tatkräftiger Unterstützung von Gerald Schmidt daran, erst einmal ein hölzernes Innenleben für die Scheuche zu konstruieren.

Reichliche Mengen an Stroh, Kleidung, Schürze, Kopftuch und Arbeitsstiefel, da war sie, die stattliche Wegendorferin.

Zum Glück hat sie auf dem Transport gen Altlandsberg nicht den Kopf verloren.

So konnte Frau Scheuche miterleben, wie am frühen Samstag viele fleißige Helfer mit dem Aufbau des Hofes beschäftigt waren.

Die Kita "Wilde Wiese" kam mit großen Mengen an Kuchen und anderen Leckereien.

Leider konnte die Feuerwehr in diesem Jahr nicht dabei sein, steuerte aber Schautafeln über ihre Arbeit bei.

Wir als Förderverein Dorfkirche boten Altlandsberger Bier, Schmalzbrote und Kräuterbutterbrote an, was guten Anklang fand.

Besonders unsere hausgemachte Marmelade war der Renner.

Somit konnte auf unserem Hof niemand verhungern.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte ein Jazzquartett und der Wegendorfer Chor, "Die Verwegenen".

Ohne ihr hölzernes Innenleben hätte Frau Scheuche bestimmt mitgeschunkelt.

Leider setzte ein stürmischer Regen dem bis dahin gelungenen Tag ein abruptes Ende. Aber Frau Scheuche hatte Glück, sie stand in der Toreinfahrt und wurde nicht nass!!!

Auch wenn das Wetter es zum Schluss nicht gut mit uns gemeint hat, es war ein toller Tag und wir haben Wegendorf wieder von der besten Seite präsentiert!

Und eine Idee für die Scheuche im nächsten Jahr gibt es auch schon!

(cbp)

 

19. Dezember

 

7. Weihnachtsmarkt in Wegendorf

 

Am 19. Dezember 2015 fand der nun schon 7. Wegendorfer Weihnachtsmarkt statt. Bei Temperaturen von bis zu 14° Grad/C war er wieder ein Besuchermagnet für Menschen von nah und fern. Sowohl auf dem Dorfplatz, wo rund um den prächtigen Weihnachtsbaum in bunt geschmückten Ständen die Händler ihre Waren anboten, wie auch in der Kirche und im Küsterhaus konnten sich die Veranstalter über regen Zuspruch freuen. Es ging also nicht nur auf dem Kinderkarussell rund, der ganze Tag war eine rund Sache!

Der Modelleisenbahner aus Werneuchen bereicherte das bunte Treiben ebenso wie ein Holzschnitzer, der mit seiner Säge wahre Meisterwerke schuf. Vom vielen Trubel unbeeindruckt waren die Schafe von Schäfer Knut, die auch dieses Mal wieder nicht nur von den Kindern bewundert wurden.

Für die Kinder immer ein besonderer Höhepunkt - der Besuch des viel beschäftigten Weihnachtsmannes, der auch in diesem Jahr wieder kleine Geschenke verteilte.

Natürlich gab es auch wieder ein reichhaltiges Kulturprogramm. So begeisterten die Knirpse der Kita „Wilde Wiese“ genauso wie der Wegendorfer Chor „Die Verwegenen“ sowie Lea Brechlin mit ihrer Violine das zahlreiche Publikum auf dem Festplatz. Am Nachmittag schlüpfte in einem Puppenspiel zuerst Urmel aus dem Ei(s) und später begeisterten die „Heavenly Voices“ mit ihrem Gospelkonzert die Zuhörer in der voll besetzten Kirche. Die Kaffeetafel und der Basteltisch im Küsterhaus sowie ein Lagerfeuer rundeten das bunte Treiben an diesem wunderschönen Tag im vorweihnachtlichen Wegendorf ab.

Zufriedene Menschen, leuchtende Kinderaugen - ein sehr schöner Weihnachtsmarkt!

 

Torsten Peper