Die Sanierung

Im starken Gegensatz zur sorgsam gepflegten und gut erhaltenen Innenausstattung steht der in seiner Substanz angegriffene Dachstuhl, der in seiner Konstruktion als Kehlbalkendach ausgeführt ist. Er enthält immer noch vielfach vorhandenes Ursprungsmaterial seiner Errichtung. Das Holz wird an den bereits vorgeschädigten Bereichen zusätzlich durch Wassereintritt an mehreren Stellen des Daches weiter belastet und droht hier seine Schutzfunktion für den Innenraum tlw. einzubüßen.

Ca. 90 % der Hölzer im Traufbereich weisen Schäden durch Holz zerstörende Pilze auf, umlaufend konnte ein Befall mit Echtem Hausschwamm festgestellt werden. Teilweise hat sich der Befall bereits bis zu drei Meter Richtung Dachstuhlmitte ausgebreitet. Die notdürftigen Balkenschalungen verlieren auf Grund der mangelnden Substanz ihre Bedeutung und können nicht mehr verhindern, dass der gesamte Dachstuhl auf der umlaufenden Mauerkrone zur Südseite hin verrutscht. Dies wird mittlerweile durch herausfallende Ziegel aus dem Traufmauerwerk immer deutlicher.

Ebenfalls als prekär kann man den Zustand des Turmmauerwerkes und des Stufengiebels zwischen Turm und Schiff bezeichnen. Von nicht beseitigten Geschossschäden aus dem Zweiten Weltkrieg über Fugenauswaschungen bis hin zu vielfach gesprungenen Ziegeln auf Grund langjähriger Witterungseinflüsse, die u.a. durch Frosteinwirkung verstärkt wurden, reicht das Schadensbild.



 

Um für den Erhalt der Dorfkirche auf die Dringlichkeit der Baumaßnahmen aufmerksam zu machen und die dafür nötigen Fördermittel in Kirche, Stadt, Land und Öffentlichkeit zu werben, bedurfte es neben dem durch den Förderverein erheblich mitfinanzierten Sanierungskonzeptes des Ingenieurbüros ibs vom Mai 2010 (Anteil des Fördervereins 2000 €) einer weiterführenden Bauphasenplanung. Um im Rahmen dieser sanierungsvorbereitenden Maßnahmen auch eine Beurteilung des Innenraums vornehmen zu können, erfolgte eine restauratorische Begutachtung zum Farbkonzept des Innenraums auf Grundlage einer Farbbefunderhebung durch die Restauratorin Silvia Koch aus Berlin vom Mai 2011. Hierbei traten nicht vermutete mittelalterliche Wandmalereien zu Tage, die auf Grund der verschiedenen Bauabschnitte von Chor und später eingezogenem Kreuzgewölbe auf die Zeit vor dem 15. Jahrhundert datiert werden können.

An den Kosten des Gutachtens beteiligte sich der Förderverein mit 700 €.

Aktuell unterstützt der Verein die antragstellende Kirchengemeinde bei Fördermittelanträgen für die Sanierung beim Regionalmanagement LAG Märkische Seen e.V. zum Erhalt von europäischen Fördermitteln, beim Kirchenkreis Fürstenwalde-Strausberg, bei der evangelischen Landeskirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und bei der Stiftung KIBA (Stiftung zur Bewahrung kirchlicher Baudenkmäler in Deutschland).

 

Damit der Verein neben seiner Aufgabe zur Belebung der Kirche als Ort der Begegnung, der Kultur und der Identifikation, sein vorrangiges Ziel, die Initiierung und Unterstützung der Sanierung und Werterhaltung, erreichen kann, bitten wir Sie um Ihre Unterstützung in Form von Spenden für die notwendigen Maßnahmen der Sanierungsvorbereitung. Darüber hinaus ist jeder zusätzliche Betrag für die daraus resultierenden Baumaßnahmen sowie die laufenden Instandhaltungskosten herzlich erbeten.

Seit dem Sommerfest des Jahres 2011 ruft der Verein mit seiner Ziegelpatenschaft dazu auf, sich nachhaltig beim Sanieren der Wegendorfer Dorfkirche zu beteiligen und bietet symbolisch den Erwerb von Dachziegeln in Form eines Spendenzertifikats an. Schon für fünf Euro für

einen Ziegel leisten Sie Ihren ganz persönlichen Beitrag und erhalten gleichzeitig mit dem Zertifikat eine kleine Erinnerung. Für nähere Informationen kontaktieren Sie uns bitte. 



Jeder zu beschreitende Weg beginnt mit dem ersten Schritt und dieser konnte mit der Wiederherstellung des seit 65 Jahren stillstehenden Uhrwerks und des nördlichen Zifferblattes getan werden. Seit dem 24. Dezember 2009 zeigt es über das neu angefertigte Zifferblatt den Wegendorfern wieder dieZeit an.

Helfen Sie mit, damit diesem ersten noch viele weitere Schritte folgen können und werden Sie diesem 800 Jahre alten Haus,dem weit und breit ältesten im Ort, selbst ein Begleiter auf seinem Weg.

 

Vielen Dank!